
eine Kirche ist in Lindenau seit 1276 nachweisbar
1878 Abbruch der zu klein gewordenen romanischen Chorturmkirche;
1881-1884 Errichtung der neuen Kirche nach Plänen der Architekten August Hartel
und Constantin Lipsius;
die Baukosten betrugen 224.495 Reichsmark;
die Kirche ist ein neugotischer Verblendziegelbau;
mit einer Kapazität von 1100 Sitzplätzen;
der Turm ist einschließlich des Kreuzes 74,25 Meter hoch;
der Hauptraum ist geteilt in das dreischiffige Langhaus mit dem einjochigen Chor
und der unterhalb der Orgelempore abgetrennten Winterkirche;
Langhaus und Chor weisen Kreuzrippengewölbe mit Scheitelrippen auf;
entscheidende Raumwirkung hat die dreiseitig umlaufende massive Empore,
deren Brüstung von einer Bogenarchitektur getragen wird;
den Innenraum ziert eine reiche Ausmalung - ausgeführt vom Leipziger
Dekorationsmaler E. Schulz
den Raumeindruck bestimmen auch die vielfarbigen Chorfenster (ein wertvolles
Beispiel sakraler Glasmalerei des Historismus) mit der Darstellung der Evangelisten und Christus: 1887 vom Dresdner Maler Carl Bertling
zur originalen Ausstattung gehören:
- Sandsteinaltar mit schwarzer Marmorplatte
- aus Eichenholz gefertigte Kanzel mit Vergoldung
- zum Teil bemalter Taufstein aus Sandstein
- schmiedeeisernes Stehpult
- 1883 errichtete Orgel (seit vielen Jahren nicht mehr spielbar!)
der alte Altaraufsatz brach 1931 zusammen
hölzernes Standkreuz von 1969
1982 Neueindeckung des Kirchendaches mit Pappschindeln (vorrangegangen sind
Jahrzehnte eindringender Feuchtigkeit und die Entstehung großer Bauschäden)
1989 - 1994 Kirchenschiff als Materiallager genutzt
seit 1994 wird das große Kirchenschiff im Sommerhalbjahr wieder als
Gottesdienstraum genutzt
1994 Instandsetzung der Turmuhr, Reparatur des Daches,
xxxxxRestaurierung der Chorfenster
1996-1997 Sanierung und Neueindeckung des Kirchturmdaches mit Kupferblech
1999-2000 Erneuerung der Bleiglasfenster über dem Hauptportal
2005 Aufzug zwei neuer Bronzeglocken
2009 neue Kupfereindeckung des östlichen Sakristeidaches
xxxxx neue Bleiglasfenster in der östlichen Sakristei
2011 neue Kupfereindeckung des westlichen Sakristeidaches

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